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Ökumenische Nacht der Kirchen

 

Ökumene in Rottweiler Kirchen - hörbar und sichtbar

 

Eine besondere Atmosphäre prägte in diesem Jahr wieder die „Ökumenische Nacht der offenen Kirchen" am 08.10.2010 in Rottweil. Die kunsthistorisch bedeutsamen, außergewöhnlich schönen und in ihrem Stil sehr verschiedenen Innenstadtkirchen wurden optisch und akustisch an diesem Abend verbunden. Die Kirchen entfalteten sich zu lebendigen und vielfältigen Erfahrungsräumen. Seit 2003 findet dieses offene Angebot in unregelmäßigen Abständen statt. Das Thema „Hoffnung" bildete das Leitmotiv , das an den 2. Ökumenischen Kirchentag anknüpfte, der im Mai in München stattgefunden hatte.

 

Gemeinsam mit den beiden Kirchenmusikern Johannes Vöhringer und Wolfgang Weis hatten die beiden Kirchengemeinderätinnen Eva-Maria Krause und Veronika Heckmann-Hageloch die abendliche Feier vorbereitet. Beginn war im Heilig-Kreuz Münster. Röhrenglocken führten hin zu Sammlung und Konzentration. Andrea Kiefer mit diesem modernen Schlagwerk und Wolfgang Weis am Harmonium vermittelten in ihren Improvisationen ungewöhnliche und ein-

dringliche Klänge. Kurze Zitate aus Briefen des Apostels Paulus vermittelten unterschiedliche Aspekte des Themas „Hoffnung", die durch musikalische Zwischenstücke getrennt und zugleich verbunden wurden. Die Vokalgruppe bestand aus Sängerinnen und Sängern des Münsterchores und des Chores der Predigerkirche.

 

 

Johannes Vöhringer leitete die Gruppe und hatte ein Improvisations-

modell entwickelt, aus dem sich heraus jeder frei entfalten konnte. Harmonium bzw. Orgel spielte in beiden Kirchen Wolfgang Weis. Das Vokalensemble nahm gemeinsam mit den Instrumentalisten das gesprochene Wort auf , vertiefte und variierte es in abwechslungs-

reichen Improvisationen. Eine große Kerze wurde vom Münster zur Predigerkirche abwechselnd von zwei Jugendlichen getragen. Im Innenhof des Neuen Rathauses gab es ein kurzes Innenhalten mit Lied und Text. In der Predigerkirche fand die Feier ihre Fortsetzung und mündete in das hoffnungsvolle „Magnificat", das von den Jugendlichen Anabel Funk und Jana Hils vorgetragen wurde. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam und im Wechsel mit dem Chor „Der Mond ist aufgegangen".


Die ungewöhnliche Beleuchtung in beiden Kirchen wirkte wie eine Illustration zum Thema „Licht und Dunkelheit". Nur eine nächtliche Feier kann deshalb auf so stimmige Weise Erfahrungen vermitteln, wie sie an diesem Abend angeklungen sind. Die Konzeption, dass in beiden Kirchen die gleichen Musiker, Sänger und Lektoren beteiligt waren, war neu in diesem Jahr und hat sich gut bewährt. So wurde das Verbindende zwischen beiden Kirchen noch mehr herausgehoben und war sogar zu sehen und zu hören.