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Spitalkapelle

 

 

 

Im ehemals Städtischen Spital in der Hauptstraße 56 befindet sich die Spitalkapelle, die wohl schon vor 1322 in der „großen Siechenstube" eingerichtet wurde. Sie hat auf der rückwärtigen linken Seite ein Maßwerkfenster. Die drei großen Rechteckfenster sind mit Werksteinfassungen von Romuald Hengstler gestaltet. Die Schlusssteine des gotischen Gewölbes zeigen den Rottweiler Stadtadler, die Taube des Heiligen Geistes und ein Wappen, das wohl einem Spitalpfleger zuzuordnen ist. Die Jahreszahl 1577 dokumentiert, dass dieser hintere Teil der Kapelle damals seine heutige Gestalt bekommen hat. An der rechten Seitenwand sind die Statuen einer Anna Selbdritt, einer Heiligen Apollonia und des Einsiedler-Heiligen Antonius zu sehen. Neben dem Altar steht eine barocke Maria als Himmelskönigin aus der Werkstatt von Urban Faulhaber aus Schömberg. Winfried Hecht schreibt im kleinen Führer „Kapellen in und um Rottweil", dass vermutlich Teile von Kirchenschatz und Inventar der benachbarten St. Anna-Kirche 1839 vor deren Abbruch in die heutige Spitalkapelle kamen. „Mit ihr in Verbindung stehen ferner die Krippe des Spitals und der kleine Glockenturm mit zugehöriger Glocke". Derzeit ist die Kapelle geschlossen. Man wird darauf achten müssen, was aus ihr und dem Glockenturm bei anderweitiger Nutzung einmal wird.


Text und Bilder: Berthold Hildebrand