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Lorenzkapelle

 

 

 

Sie wurde als Friedhofskirche für den neuen Gottesacker gebaut und 1584 dem Heiligen Lorenz, einem frühchristlichen Märtyrer, geweiht. Sie hat drei Seitenfenster mit reichem Maßwerk und je ein Portal auf der West- und der Südseite. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erneuerte man die Malereien. Das Jüngste Gericht am Chorbogen ist noch erhalten. Um 1700 erhielt die Kapelle eine Kanzel und drei Altäre und diente den Kapuzinern fortan zur Abhaltung von Totenmessen, Jahrtagen und Rosenkränzen. Bei der Kirchenpflege von Sankt Lorenz sammelte sich davon ein großes Vermögen an. 1832 wurde der Friedhof nach Ruhe-Christi verlegt. Die Kapelle wurde profaniert und für Archivzwecke und als Markthalle genutzt, die Ausstattung verkauft. 1851 wurde die Kunstsammlung von Martin Dursch hier untergebracht, 1891 kamen noch die Steinbildwerke vom Kapellenturm dazu. 1977 wurde die Kapelle umfassend restauriert, erhielt auf Initiative des Rottweiler Geschichts- und Altertumsvereins wieder den 1832 beseitigten Glockenturm und zwei neue Glocken. Seit 1981 ist sie Museumskirche. Sie ist jedoch nicht geöffnet. Den Schlüssel muss man sich im Dominikaner-museum besorgen. Am Lorenztag, 10. August, findet für die Bewohner des Lorenz-Ortes jährlich ein Gottesdienst statt.


Text und Bilder: Berthold Hildebrand