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Hochturmkapelle

 

 

Seit dem 17. Jahrhundert stand beim ehemaligen Neutor eine Sebastianskapelle. Als an ihrem Platz Ende des 19. Jhds. eine Villa gebaut werden sollte, musste die Kapelle weichen. Beim Hochturm, am Beginn des Turmwegs, wurde aus Tuff und Sandstein in neugotischem Stil eine neue Kapelle errichtet. Es lohnt sich, diese Kapelle zu betreten. Das Kruzifix von 1400 wurde aus der alten Kapelle in die neue übertragen. Von German Burry stammen die Assistenzfiguren unter dem Kreuz. Seine Enkelin Germana Kasper-Klaiber hat nach dem Krieg das spätgotische Kruzifix restauriert und eine Statue des Apostels Judas Thaddäus für die Kapelle geschnitzt. Die vier Wandmedaillons zeigen Passionsdarstellungen. Sie wurden von Johann Achert (ca. 1655-1730) gemalt. Ein fünftes Bild hängt noch im Konvikt, so dass man annehmen kann, dass alle fünf ursprünglich für das Jesuitenkolleg gefertigt wurden. Im Zuge der Renovierung hat der Rottweiler Künstler Tobias Kammerer für die Kapelle bemalte Glasfenster und Türfüllungen geschaffen. Die Kapelle wird seit vielen Jahren von Frau Jutta Schulze betreut, die dies zuvor schon zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Hans-Joachim Schulze getan hat.


Text und Bilder: Berthold Hildebrand