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Gesellenkapelle

 

 

Wenn man von der Straße nach Hausen im Kreisverkehr links abbiegt und dann rechterhand zu den Gebäuden der Oberen Ziegelhütte hinübergeht, kommt man zur Gesellenkapelle. Sie soll nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut worden sein. Die Kapelle ist aber schon 1534 belegt. Der Name „Gesellen-Kapelle" weist wahrscheinlich auf Bezüge zur ehemaligen Engelsgesellschaft der ledigen Rottweiler Bürgerssöhne hin. Im 19. Jh. drohte die Kapelle zu verfallen. In den Jahren 1845 und 1888 wurde sie hergerichtet und von den Gläubigen wieder gerne besucht. Die Rottweiler Heimatblätter berichteten schon 1921 über die Gesellenkapelle. In neuerer Zeit wurde die Kapelle unter Dekan Ochs von der Kolpingsfamilie restauriert. Im Inneren wurde sie malerisch von Franz Friedrich neu gestaltet, der alte, als „kitschig" geltende Figurenschmuck wurde entfernt. Die in den 1960er-Jahren entstandene Gemeinde Auferstehung-Christi hatte viele Jahre hier eine Station bei der Öschprozession. Heute finden nur noch gelegentlich Maiandachten statt. Seit Jahrzehnten betreut die Familie Bucher das kleine Gotteshaus, das zusammen mit seiner mächtigen Winterlinde auch als Titelbild auf dem im Kunstverlag Josef Fink erschienen Kapellenführer von Winfried Hecht zu sehen ist. Für 4 € erhältlich in den Kirchen und im Buchhandel.


Text und Bilder: Berthold Hildebrand