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Krise - verändere mich!

 

Wie es gelingt nach der Krise anders zu leben: Ein Tipp für Januar.

 

Liebe Krise,

bitte verändere mich. Ich möchte nicht zurück verfallen in mein altes, früheres Leben. In Muster und Gewohnheiten. Ich möchte nicht mehr einsteigen in das Hamsterrad des Alltags. Ich möchte anders leben, wenn wir dich überstanden haben. Schritt für Schritt. Monat für Monat. Bewusster, genügsamer, zufriedener, glücklicher.


Für Familie und Freunde da sein

Langes Sitzen, oberflächliche Gespräche mit der Schwägerin, altbackene, gefühlt millionenfach erzählte Geschichten von „Ommi". Wie oft ich diese Familientreffen gemieden habe. Oder die Treffen mit dieser einen Freundin, bei denen ich nach zwei Stunden meinem Mann eine Nachricht schrieb, er solle mich anrufen, damit ich endlich einen Grund hatte, das Gespräch zu beenden. Weil diese Freundin immer von ihren Kindern erzählte. Davon, wie viele Zähne im Mund stehen, welche Konsistenz der Windelinhalt hat, welchen überdurchschnittlichen IQ sie besitzen, wie viele rote Punkte bei den Windpocken explodierten.

 

All diese Begegnungen fielen auf einmal weg. Und plötzlich fing ich an, diese Menschen zu vermissen. Zukünftig werde ich mich auf diese Treffen freuen, weil ich verstanden habe, dass sie von heute auf morgen für immer vorbei sein können. Sie sind zur Gewohnheit geworden. Ich habe verlernt sie zu schätzen. Aber sie sind etwas Besonderes, nicht selbstverständlich. Ich möchte mir bewusst werden, wie sehr ich diese Menschen schätze. Ich akzeptiere, dass alle Menschen ihre Stärken und Schwächen haben. Und dass auch ich manchmal nervtötend sein kann. Ich kann niemanden verändern, aber ich kann meine Einstellung ändern.

 

Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de


 

 

 

Ronja Goj

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Redaktion Pfarrbriefservice