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Kroatenseelsorger Luka Lucic wurde feierlich verabschiedet

 

Nach 40 Jahren in Deutschland Heimkehr nach Kroatien

 

Luka Lucic

Pfarrer Luka Lucic

 

Zur Verabschiedung des langjährigen Kroatenseelsorgers Luka Lucic war die Auferstehung-Christi-Kirche unter Corona-Bedingungen bis auf den letzten Platz gefüllt. Aus Frankfurt war der Delegat für die Kroatenseelsorge in Deutschland, Pfarrer Ivica Komadina, angereist.

 

Am Anfang des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Luka Lucic in deutscher Sprache die Anwesenden. Er bedankte sich beim Deutschen Staat und der Katholischen Kirche in Deutschland, die ihm sein Theologiestudium in Eichstätt ermöglicht haben. Pfarrer Lucic betonte, dass er zwei Drittel seines Lebens in Deutschland und davon über die Hälfte in Rottweil verbracht habe. Deutschland sei zu seiner zweiten Heimat geworden. Er lobte seine Gemeindemitglieder, die ihm das Leben und Arbeiten hier leicht gemacht hätten. Er konnte auch bereits seinen Nachfolger vorstellen, Pfarrer Josip Jelic.

 

Nachfolger Lucic

Pfarrer Josip Jelic, der Nachfolger im Amt. Rechts der Delegat für die Kroatenseelsorge in Deutschland, Ivica Komadina.

 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Familie Uvalic aus Neukirch gestaltet.

 

Konzelebranten Lucic

Pfarrer Wieslaw Soja, Münsterpfarrer Timo Weber, Pfarrer Luka Lucic, Dekan Albrecht Zepf, Pfarrer Josip Jelic als Nachfolger von Pfarrer Lucic, der Delegat für die Kroatenseelsorge in Deutschland Ivica Komadina und Pfarrer Stan (von links) feierten den Gottesdienst.

 

Grußworte sprachen Darko Maltar für die Kroatische Gemeinde, Pastoralreferent Ulrich Reif für die Diözese Rottenburg-Stuttgart, Arved Sassnick vertrat Oberbürgermeister Ralph Bross und Thomas Armleder sprach für den ESV Rottweil. Auch Dekan Albrecht Zepf und Münsterpfarrer Timo Weber verabschiedeten sich von Luca Lucic ebenso wie sein Bruder Mladen, der als Gemeindereferent tätig ist. Die Redner beschrieben Lucic als einen Seelsorger, der unermüdlich für alle da war. Auf ihn habe man sich immer verlassen können. Er sei Bruder und Freund, Brückenbauer, Organisator, Sportler und Sänger gewesen. Die Kroatischen Gemeinden würden ihn sicher lange nicht vergessen. Im Anschluss an den Gottesdienst war eine große Feier vorgesehen, auf die aber wegen der Corona-Pandemie schweren Herzens verzichtet wurde. 

 

Uvalic

Blick in die Kirche. Auf der Empore die Musikerfamilie Uvalic aus Neukirch

 

Zur Person:

 

Nach dem Theologiestudium und der Priesterweihe 1980 in Eichstätt war Lucic ein Jahr lang Kaplan in der Erzdiözese Sarajevo. Danach kehrte er als Seelsorger für die Kroatische Gemeinde nach Deutsch-land zurück. Zunächst war er in der Diözese Augsburg und auch in den Dekanaten Neu Ulm, Günzburg und Illertissen tätig. Im Mai 1986 kam er schließlich nach Rottweil, von wo aus er auch Schwenningen, Schramberg, Oberndorf und Sulz am Neckar mitversorgte. Die letzten 15 Jahre war er Leiter der Muttersprachlichen kroatischen Gemeinden "Sveti Leopold Bogdan Mandic" Rottweil und "Blazeni Alojzije Stepinac" Schwenningen.

 

 

Text und Fotos: Berthold Hildebrand