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Empfang zur Wieder-Eröffnung des Heilig-Kreuz-Münsters

 

Die Kirchengemeinde hatte in den Kapuziner eingeladen

 

Empfang Kapuziner 2017 3C

Von links: Pfarrerin Waldbaur, Landtagsabgeordneter Dr. Aden, Pfarrer Rieger, Frau Broß, Oberbürgermeister Broß, Bischof Gebhard Fürst. In der zweiten Reihe der ehemalige Münsterpfarrer Scheffold


Zum Abschluss der Innenrenovierung des Heilig-Kreuz-Münsters hat die Pfarrgemeinde Heilig-Kreuz nach dem Eröffnungs-Gottesdienst zu einem Empfang in den Sonnensaal des Kapuziners eingeladen.


Die Wieder-Eröffnung eines so markanten Gebäudes in der Stadt ist ein öffentliches Ereignis über den Raum der Kirche hinaus. Zu den geladenen Gästen zählten Vertreter von Stadt, Landkreis und Kirchen, die an der Renovierung beteiligten Architekten, Handwerker und Restauratoren, Vertreter des Denkmalamts, vom Bauamt des Bischöflichen Ordinariats, der Münsterbauhütte und von verschiedenen kirchlichen Gruppierungen. Der Saal war übervoll.

 

Empfang Kapuziner 2017 3d

 

Es war eine Stunde des Dankens und Feierns. Die Münstersänger-knaben unter Leitung von Philip Klahm gestalteten die Feier mit adventlichen Liedern.


Dekan Martin Stöffelmaier begrüßte alle Anwesenden, darunter auch Bischof Gebhard Fürst. Es war ihm, Stöffelmaier, ein besonderes Anliegen, sich bei der evangelischen Kirchengemeinde für die Gastfreundschaft während der Umbauzeit zu bedanken. Sogar Weihrauch hätte man benutzen dürfen mit der Begründung, einer eingeladenen Frau schreibe man auch nicht vor, welches Parfum sie benutzen solle.


Bernd Garten, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates, zeigte sich glücklich über den guten Abschluss der Arbeiten und bedankte sich bei allen am Bau beteiligten Architekten, Ingenieuren und Handwerkern.
Prof. Werner Mezger sagte, er sei begeistert vom Ergebnis der Renovierung und schwärmte vom neuen Licht. Das Münster als ältestes Gotteshaus der Stadt sei nicht nur ein herausragendes Baudenkmal mit bedeutenden sakralen Bildwerken, sondern auch lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde. Als Vorsitzender des Fördervereins Münsterbauhütte erwähnte er auch, dass der Verein für die Renovierung des Münsters in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 1,3 Millionen Euro zu den Baukosten beigesteuert habe.
Oberbürgermeister Ralf Bross beglückwünschte die Kirchengemeinde zu diesem gelungenen Werk. Das Münster sei nicht nur Gottesdienstraum für die Gemeinde Heilig-Kreuz, sondern auch die Heimat der Zünfte und ein historisches Gebäude, das viele Touristen bei den Stadtführungen besichtigen. Die Stadt kümmere sich auch um „Kirchturmpolitik", habe sie doch 50 000 € zu den Renovierungskosten gegeben. Ein Geschenk für die Wieder-Eröffnung sei die im Saal aufgehängte Fahne mit dem Münsterturm.
Weiter sprachen Frau Frau Roggenbuck-Azad für das Landesdenkmalamt, nicht ohne zu erwähnen, dass von dieser Seite 1 Million Euro in 16 Jahren gekommen seien sowie Hermann Vogler, Geschäftsführer der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Er übergab eine Stiftungstafel, die am Münster angebracht werden solle und an die 200 000 € an Stiftungsgeldern erinnern soll.


Julia Feldtkeller war koordinierende Restauratorin der Gesamtmaßnahme. Sie erklärte, wie die ganze Renovierung sich nach der Heideloffschen Arbeit an der reinen Gotik ausrichtete in Demut vor dem Überlieferten und mit dem Mut, Spuren des Alterns zu erdulden.
Pfarrerin Gabriele Waldbaur sprach ihr Grußwort für die evangelischen Mitchristen der Stadt. Kirchen seien ein Ort der zeigt, dass es Gott gebe. Das Münster sei nun ein heller und freundlicher Ort. Sie hoffe, dass die beiden Kirchen weiterhin „das Dach" miteinander teilten.

 

Empfang Kapuziner 2017 3e

 

Schließlich kam noch Architekt Dr. Stefan Blum, der Gesamt-verantwortliche für alle Arbeiten, zu Wort. Die Vielfalt der Wünsche, aus dieser dunklen Kirche das zu machen, was nun herausgekommen sei, habe ihn am Anfang bange gemacht. Er nannte alle am Bau Beteiligten namentlich und zollte ihnen Lob für die in hohem Maße qualitätsvolle Arbeit.


Mit Getränken und Häppchen gab es noch bis in den späteren Nachmittag hinein gute Gespräche und Begegnungen.

 

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Text und Fotos: Berthold Hildebrand